Ein Darlehen ist eine Leihgabe finanzieller Mittel. Die Tilgung des Darlehens erfolgt in Raten. Der Darlehensbetrag hingegen wird auf einmal ausgezahlt.
Die laufende Ausgabe neuer Wertpapiere eines Emittenten ist eine Daueremission. Hier wird nicht eine Emission mit einem bestimmten Gesamtbetrag platziert, sondern es werden laufend neue Beträge platziert. Dies ist zumeist bei Bundesobligationen der Fall, da der Staat häufig über neuen Kapitalbedarf verfügt, während bei Industrieunternehmen meistens Einzelinvestitionen finanziert werden müssen.
Abkürzung für den Deutschen Aktienindex. Eine Zusammenfassung der 30 größten deutschen börsennotierten Gesellschaften.
Spekulative Investoren, die versuchen, die Schwankungen innerhalb eines Börsentages gewinnbringend auszunutzen.
Schuldner oder auch Kreditnehmer. Gegenteil: Kreditor.
Gibt den Betrag an, mit dem die verkaufte Leistung zur Deckung der fixen Kosten beiträgt.
Versicherungsunternehmen verwenden das Deckungskapital für Rückstellungen, die zur Tilgung künftiger Verbindlichkeiten verwendet werden. Das Deckungskapital gehört den Versicherungsunternehmen.
Teil des gebundenen Vermögens eines Versicherungsunternehmens, der eine vollständige Bedeckung der privilegierten Forderungen mit Deckungsstockmitteln gewährleistet. Er umfasst die Summe aller in das Deckungsstockverzeichnis einzutragenden Vermögensanlagen und der auf diese entfallenden Nutzungsansprüche. Deckungsstöcke sind in folgenden Versicherungsarten zu bilden: Leben, private Krankenversicherung, Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung und in der Haftpflicht. Sie gewährleisten die Erfüllbarkeit der rechtlichen Ansprüche des Versicherungsnehmers.
Rückzug vom Börsenparkett. Die Aktien der Firmen werden nicht mehr an der Börse gehandelt.
Hinterlegung von Geld, Wertpapieren u.s.w. bei einer Sammelstelle, z. B. bei einer Bank.
Eigentlich Auftragsstimmrecht oder Vollmachtsstimmrecht. Jeder Aktionär kann einen Dritten (Kreditinstitut, geschäftsmäßigen Aktionärsvertreter oder sonstigen legitimierten Vertreter) bevollmächtigen, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben. Vielfach bevollmächtigen die Aktionäre zweckmäßigerweise ihre Depotbank zur Ausübung des Stimmrechts. Daher findet sich auch fälschlicherweise die Bezeichnung "Depotstimmrecht".
Oberbegriff für abgeleitete Finanzinstrumente. Beispiel: Optionsscheine, Future.
Anfang 1993 gegründeter Anbieter für alle Börsendienstleistungen mit Sitz in Frankfurt/Main. Ihr gehören Anteile der Europäischen Terminbörse (Eurex) und des Deutschen Kassenvereins.
Besorgt innerhalb der Gruppe Deutsche Börse AG die effiziente und sichere Abwicklung von Wertpapiergeschäften, die Wertpapierverwahrung und -verwaltung inländischer und ausländischer Wertpapiere.
Zentrale Wertpapiersammelbank, die die Sammelverwahrung von Effekten sowie den Effektengiroverkehr durchführt.
Devisen sind ausländische Währungen, die in Buchgeld (Kontoguthaben) und Wertpapieren verkörpert sind. Ausländisches Bargeld bezeichnet man dagegen als Sorten.
Die Dienstleistungsfreiheit garantiert jedem Versicherungsnehmer innerhalb der EU das Recht, in allen EU-angehörigen Ländern versicherungstechnische Geschäfte abzuschließen. Die Dienstleistungsfreiheit gewährleistet außerdem das Recht, dies zu tun, ohne selbst einen Sitz in diesem Land zu haben. Seit dem 1. Juli 1994 ist die Dienstleistungsfreiheit verbindlich geregelt.
Direkte Geschäfte werden von Erstversicherern selbstständig abgeschlossen.
Durch die Direktgutschrift wird dem Versicherungsnehmer ein Teil des erwirtschafteten Überschusses direkt gutgeschrieben. Mit der Direktgutschrift wird eine höhere Verzinsung des Vorsorgekapitals erreicht als mit dem Rechnungszins.
Der Direktversicherer wird auch Erstversicherer genannt. Rückversicherer zählen nicht zu den Direktversicherern.
Die Direktversicherung wird vom Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer abgeschlossen. Die Direktversicherung ist eine Lebensversicherung, bei der die Arbeitnehmer direkt bezugsberechtigt sind. Die Beiträge der Direktversicherung stellen für den Arbeitgeber steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben dar. Für die Arbeitnehmer sind die Beiträge der Direktversicherung steuerlich begünstigte Löhne.
Der Direktvertrieb erfolgt in der Regel auf dem Postweg und ohne oder nur mit sehr wenigen Vertretern, die zwischengeschaltet sind.
Disagio wird auch Abgeld genannt. Disagio ist das Delta zwischen dem Nennwert einer Anleihe und ihrem darunter liegenden Ausgabekurs.
Finanzprodukt (Derivat), bei dem eine Aktie indirekt mit einem Abschlag gekauft wird.
Methode der Aktienanalyse. Dabei werden die abgezinsten zukünftigen Erträge zur Ermittlung des fairen Aktienwertes herangezogen.
Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen (Aktien, Renten, Cash etc.) Ziel ist eine Verringerung des Anlagerisikos.
Anteil des Jahresgewinns, den die AG an die Anteilseigner ausschüttet. Über Höhe und Zeitpunkt der Dividende entscheidet die Hauptversammlung.
Verzinsung des eingesetzten Kapitals durch die Dividende. Dabei wird ein gleichbleibender Kurs unterstellt.
Der meistbeachtete Aktienindex der Welt. Er umfasst die 30 bedeutendsten Unternehmen der USA.
Das Drei-Säulen-System umfasst die Alters-, die Invaliditäts- und die Hinterbliebenenvorsorge. Damit wird eine Kombination aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und Lebensversicherung erreicht. Das Drei-Säulen-System ist eine Erweiterung der gesetzlichen Rentenversicherung und trägt dazu bei, den gewohnten Lebensstandard beizubehalten.
Zusätzliche Börsennotiz in einem anderen Land.
Bei internationalen Aktien- und Anleihenemissionen ist dies die Prüfung der Ertrags- und Geschäftslage sowie der letzten Jahresabschlüsse des Emittenten durch Vertreter des Lead Managers.
Gewinnermittlungsmethode der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V.", ein Zusammenschluss von Bank- und Wirtschaftsfachleuten. Die DVFA hat sich um die Aktienanalyse verdient gemacht und eine Formel entwickelt, die einen, allein aus dem Geschäftszweck erzielten, um Sondereinflüsse korrigierten Jahresgewinn einer Unternehmung wiedergibt; meist bezeichnet als "Ergebnis je Aktie nach DVFA." Daraus errechnet sich dann das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Alle großen Aktiengesellschaften veröffentlichen heute ihr nach diesem Schema ermitteltes DVFA-Ergebnis. Es ermöglicht Unternehmens- und Branchenvergleiche.
Bei der Dynamischen Lebensversicherung werden sowohl die Versicherungssumme als auch die Beiträge in kontinuierlichen Abständen erhöht. Als Messlatte fungieren dabei entweder die Höchstbeiträge der gesetzlichen Rentenversicherung, feste Prozentsätze oder eine Mischform aus beiden. Die Dynamische Lebensversicherung wird auch Anpassungs- oder Zuwachsversicherung genannt.


